Erfahrungen in der Männergruppe

 

Als ich zu der Gruppe dazu kam, ging es gleich los! Es gab es kaum einführende Worte, kaum explizite Regeln vorab; keine förmliche Einführung. Irgendwie kurz irritierend, aber das Wesentliche war ja (eigentlich) schon da und es war für mich deutlich spürbar. Da war eine Art großer „Rückhalt-Losigkeit“ (bzw. Offenheit) mit der die meisten Beiträge am Gespräch oder zum Geschehen in der Gruppe mitgeteilt wurden. Das, was draußen als „Schutz“ gilt, wurde vom Beginn eines Abends an zunehmend aufgegeben. Teile der „Panzerung“ aus typischen Redewendungen – da hat jeder seine ganz eigenen – und Verhaltensweisen wurden wortlos abgelegt. Dieser gemeinsam geschaffene Raum großer Verletzlichkeit – aber eben auch großer Sichtbarkeit – breitete sich dann über die drei Stunden aus. Er wurde größer und das Paradoxe: Irgendwann schützt er dadurch, dass sich auch die anderen mit gleicher oder zumindest der größten Rückhalt-Losigkeit, die ihnen gegeben ist, zeigen. Es gibt (fast) jedes Mal ein Umklappen, einen jedes Mal für mich neu mit Rührung erlebten Moment der Spannung, wenn der Normal-Modus des Selbstschutzes bei dem ersten, zweiten, dritten Mann aufgegeben wird und der gemeinsame Schutzraum, die jeweils neue „Dienstag-Abend Burg“ (auf den Mauern der letzten) gebaut wird. Dadurch, dass es meist und immer auf geheimnisvolle Weise gelingt, die übliche Hemmung auszuschalten oder doch stark zu verringern, den Rückhalt aufzugeben, zahlt jeder eine Art Vertrauenskapital auf das gemeinsame Konto in der Mitte. Ohne Worte und ohne explizite Bedingung – im tiefen Vertrauen darauf, dass auch die anderen an diesem Abend etwas einzahlen werden. Der „Ertrag“ nach den Einzahlungen ist dann jedes Mal spürbar, fühlbar, greifbar. Ich werde diese Eindrücke nie vergessen; sie gehören zum Schönsten und Tiefsten, was mir widerfahren ist. (Selbständiger Unternehmensberater für Qualitätsmanagement)

 

Ausgelöst durch eine Lebenskrise, habe ich mich auf die Suche nach Hilfen gemacht und bin auf die Männergruppe von Juan gestoßen. Was ich in den drei Jahren Männergruppe erleben durfte hat alles übertroffen, was ich mir zuvor hatte vorstellen können. Vor allem die Körperarbeit nach Wilhelm Reich war für mich eine ganz neue Erfahrung und nicht selten war ich einfach nur überwältigt, wie intensiv und schön Leben sein kann! Die Männergruppe war ein Ort an dem ich mich selber ganz neu erleben durfte, ein Ort intensiver Gemeinschaft, aber auch ein Ort an dem ich sehr ehrliches Feedback erhalten habe. Die drei Jahre Männergruppe haben mir sehr geholfen, ganz neu zur Lebensfreude zurückzufinden. Juan und ihr Männer! – Danke für die Zeit! (Physiker)